|
Verfasst
am: 25.02.2008, 22:06
Titel: (1) Vom Schnupperflug zur Anmeldung
PPL-A-JAR-FCL |
 |
|
|
|
Hamburg
(EDDH) 7.10.2007 um 10:00 UTC saß ich voller
Erwartung zum ersten Mal auf der linken Seite einer
Kantana DV20 (D-EDTH) und rollte vom GAT über "Kilo"
zur Line der 33.
Ein Geburtstagsgeschenk
meiner Mama zu meinem Geburtstag: Ein
"Schnupperflug" als Pilot an einem Sonntag Vormittag
mit einem Bilderbuch - wolkenlosem Himmel.
Nachdem Karin diesen Termin
bestätigte, saß ich nun wirklich in der Kantana
neben Gerd, der mich zuvor mit der umfangreichen
Arbeit der Flugvorbereitung vertraut gemacht hatte.
Da standen wir nun und
führten unseren Vorstart-Check durch. Gerd ließ sich
noch die Freigabe geben und wir schwenkten auf die
Piste.
"D-EDTH Runway 33 Cleared for
Take Off" und ich gab Vollgas. - 50ktn, 60 ktn und
Gerd gab das Kommando "rotieren" und ich zog sanft
am Höhenruder und wir stiegen in den Himmel.
Nach einer flachen Linkskurve
- Kurs 270 ging es in ca 2000 ft seitlich am
Flugplatz Uetersen vorbei zur Elbe. Höhe Wedel, beim
Yachthafen flog ich dann meinen ersten Vollkreis um
dann Richtung Hamburger Hafen zu fliegen.
Über Airbus- Finkenwerder
hinweg bis zur Rickmer Rickmers um dann über der
Hamburger Alster weitere Vollkreise zu fliegen und
die Alster von oben anzuschauen. Viel zu schnell,
als Nr.2 hinter einer 737 landete ich (OK Gerd) mit
einem superbreiten Grinsen im Gesicht dann wieder
auf der 33 in Hamburg.
2 Tage später, nachdem ich
dieses einmalige Ereignis verarbeitete hatte und ich
mir das von Gerd gedrehte Video immer und immer
wieder angesehen hatte, saß ich dann auch schon in
Gerds Flugschule und ließ mir einen
"Ausbildungsablauf" vorstellen.... dazu beim
nächsten Mal mehr. |
|
Verfasst am: 02.03.2008, 23:32
Titel: (2) Start der Ausbildung mit der PPL Theorie
und BZF |
 |
|
|
|
Karin
(die gute Seele) der Flugschule hatte bereits alles
organisiert. Meine Unterrichtsunterlagen, Flight
Medical (Beim Doc war ich aber selbst ,
Auszug aus dem Verkehrszentralregister, die
Zuverlässigkeitsüberprüfung (Luftsicherheitsgesetz)
sowie notwendigen Anmeldungen (Danke Karin)
Mein Ziel war es, die PPL
Ausbildung parallel zum Alltag und doch in einem
überschaubaren Zeitraum zu bewältigen. Dienstags
18:00 - 21:00 und Samstags 10:00 - 14:00 sowie 7
Unterrichtseinheiten zu 3 Stunden - BFZ Unterricht
bei Frank am Mittwoch und Donnerstag.
Technik1 (Aerodynamik),
Technik2 (Instrumente), HPL (Menschliches
Leistungsvermögen), Flugnavigation (mit
Flugplanerstellung), Funknavigation, Meteorologie
(Flugwetterkunde), Luftrecht für Privatpiloten und
BZF (Flugfunksprechzeugnis).
BZF, Technik, Navigation und
Luftrecht unterteilten sich in jeweils einen
theoretischen und einen praktischen Teil in den
Prüfungen.
Am 31.10.2007 saß ich nun mit
Maren, Stefan und weiteren Flugschülern bei Gerd in
der Flugschule. Im Schulungsraum mit Kugelschreiber,
Collegeblock und dem Technik1 Buch: Aerodynamik .
Der erste Schultag war
geschafft. Und dann kamen erst einmal die
Herbstferien
Die Herbstferien auf Madeira
(Hin und Rückflug, sowie die Vormittage) nutzte ich
um die Technik Bücher 1+2 durchzuarbeiten. Am Rest
des Tages war ich am Strand / Pool um in der Sonne
zu relaxen. Es machte schon Sinn, die Bücher vor dem
jeweiligen Unterricht einmal durchgelesen zu haben.
(Eine gute Auswahl von Gerd, da sich der
theoretische Unterricht sowie der Prüfungsinhalt in
diesen Bücher sehr locker beschrieben wiederfand)
Aerodynamik, Kraft, Masse,
Widerstand, Auftrieb, Dichte, Gasgesetz von Bernulli,
Winkel, Sinus, Cosinus, Vektoren. Das war Physik und
Mathematik aus meiner Schulzeit (was sich mir damals
nicht so wirklich erschließen wollte). Heute, mit
einem praktischen Bezug, ist alles so klar und
einfach. Es macht Spaß dieses nach so vielen Jahren
nun auch zu verstehen. Damit ich sehe, wie die
Theorie in der Praxis funktioniert, wurden auch die
ersten Flugstunden geplant.
18. November 2007, gleich
nach dem Unterricht ging es als Fluggast in einer
C182 von Hamburg EDDH in 11 Minuten nach Uetersen
EDHE. Ein Schmuddeltag, die Wolken hingen tief in
1000 - 1500 ft. die Grasbahn war nass aber es klarte
seit 1 Stunde auf. Jetzt mußte Sie aber auch kommen
- die erste offizielle Flugstunde mit Eintrag ins
Flugbuch.
Beim Aussencheck der Cessna
150 D-EHBS erklärte mir Gerd zunächst das was und
warum damit ein sicherer Flug durchgeführt werden
kann. Ich glaube, ich habe da nicht alles
mitbekommen . Ich wollte nur hinter das Steuer und
mit Vollgas in die Luft. Richtung Stade, über der
Elbe klarte es weiter auf und ich begann mit ein
wenig Airwork Nach einem Vollkreis links und einem
rechts herum zog es aus Richtung Norden leider
wieder zu. Also zurück nach Uetersen um dann nach
bereits 32 Minuten Flugzeit wieder zu landen. Egal,
und wenn es nur 15 Minuten gewesen wären . Es war es
Wert !
Für die nächste Flugstunde
(auf einer C 172 D-ENFS ) fuhren Gerd und ich
Sonntag den 2.12.2007 mit dem Zug nach Lübeck um die
Maschine von Lübeck nach Hamburg zu überführen. Erst
die Maschine volltanken und dann (der direkte Weg
wäre zu kurz) ging es von der 25 auf Kurs 295. Wir
stiegen auf 2000 ft und es ging an Bad Oldesloe und
Bad Segeberg vorbei Richtung Neumünster. Ich fragte
Gerd: Können wir einmal über den Flugplatz
Hartenholm fliegen? Gerd antwortete nur: Klar und
wie kommst Du da hin? Mein Vorschlag war es Richtung
Westen zu fliegen, irgendwann kommt die A7, der ich
Richtung Süden bis Bad Bramstedt folge . Dann links
der B206 Richtung Bad Segeberg folgen . Und wi r
kommen nach Hartenholm. Die Ecke kenne ich von
meinen Mopedtouren und ich konnte mir vorstellen
dieses von 2000 ft auch zu erkennen. Gesagt , getan
und 8 Minuten später kreisten wir über dem Flugplatz
Hartenholm. Von Hartenhom Kurs 190 ging es dann über
November1 und November2 in den direkten Anflug auf
die 23 in Hamburg wo wir die Maschine dann vor dem
GAT abstellten.
Zurück zum theoretischen
Unterricht: BZF - Frank schickte uns während des
Funksprechunterrichtes virtuell von Hamburg nach
Bremen und Köln-Bonn. Vorfeld / Apron , Turm /
Tower, Taxi, Alpha, Bravo, Charly Kontrollzone, ATIS,
SVFR, Pflichtmeldepunkte, Flugflächen,
Transponder-Codes und Lichtsignale / Flaggen .Diese
Theorie ist die kleine PPL - Prüfung da die
theoretische Prüfung Teile aller PPL
Unterrichtsfächer beinhaltet. Nach 2 Wochen
Unterricht (Theorie und Sprechen) fragte mich Frank,
ob ich nicht Lust hätte am 18.12.2007 meine BZF
Prüfung zu machen. Ich überlegt kurz: noch 4 x
Unterricht klar, mache ich. Eine Unterrichtseinheit
später kam Frank auf mich zu und sagte: Sorry
Rainer, das ist nicht der 18.12.2007 Nein, es ist
der 13.12.2007. Ich fühlte mich aber auch schon
soweit fit. An dem Samstag und Sonntag fing ich dann
an im PPL-Tutor die BZF-Fragen zu paucken und in der
Badewanne virtuell mit dem Tower zu sprechen. 100 /
264 Multipli-Choise Fragen, werden abgefragt. Die 2
Tage haben dann auch gereicht, um die Theorie mit 96
% zu bestehen. Je besser der Theorieteil
abgeschlossen wird, desto weniger mündliche Fragen
gibt es während der mündlichen / praktischen
Prüfung.
Von 12 Prüflingen sind leider
4 durchgefallen (die waren nicht bei Frank im
Unterricht) Wir 4 die von Frank kamen sind komplett
durchgekommen
Der erste wichtige
Meilenstein ist nach 6 Wochen geschafft. Jetzt
möchte ich auch die PPL -Theorieprüfung bald
angehen. Dazu mehr beim Nächsten Mal. |
|
Verfasst am: 20.03.2008, 22:31
Titel: (3) Die PPL Theorie und die Prüfung |
 |
|
|
|
Mit der
bestandenen BFZ Prüfung in der Tasche soll jetzt die
theoretische PPL-Prüfung als nächstes Ziel kein
Problem sein.
Am 15.12.2007 und am
22.12.2007 hatten wir die 2 letzten
Unterrichtseinheiten mit Gerd in Flug und
Funknavigation. Mit Gerd habe ich noch Flugstunden
geplant, sodass ich in 2007 mit stolzen 7
Flugstunden und 20 Landungen das Jahr abschließen
konnte.
Hoch motiviert startete der
Unterricht nach der Winterpause am Mittwoch den
9.01.2008 mit der Flugwetterkunde. Da nach der
Flugwetterkunde / Meteorologie "nur" noch Luftrecht
als Unterrichtsfach offen war, bat ich Karin und
Gerd darum mich für den nächstmöglichen Termin zur
Prüfung anzumelden. Wir rechneten ein wenig und
fixten dann den 21.02.2008.
6 Wochen bis zur Prüfung: In
der Firma reichte ich zunächst Urlaub vom Mo den
18.02.2008 bis zum 21.02.2008 ein. Die 6 kommenden
Sonntage reservierte ich mir für die
Prüfungsvorbereitungen. Da die Tage in meinem Job
einfach zu kurz sind, und ich ja weiterhin am
Dienstagabend sowie am Sa. Vormittag zum Unterricht
ginge, konnte ich nicht so wirklich mit den Abenden
in der Woche planen...(Mir blieben somit 9 volle
Tage zur Prüfungsvorbereitung) Leider war für diese
Zeit auch kein Platz für Flugstunden 
Für mich stand fest: Die
Prüfung aller Fächer an einem Tag (und auch zu
bestehen) Vom splitten (wäre möglich) der
Prüfungsfächer hielt ich nichts. Lieber mit einem
Schwung und innerhalb einer Lernphase gleich alle
Fächer bearbeiten.
Der PPL-Tutor wartete jetzt
also "jungfräulich" auf mich. Die wichtigste
Motivation war hier eine Excel- Ergebnisliste über
alle Fächer sowie Datum und Ergebnis, welche ich mir
auch jedes Mal ausdruckte und sichtbar aufhängte.
Was kommt auf mich zu? Im PPL
Tutor sind alle 10 Prüfungsbereiche separat
gegliedert. Insgesamt gibt es 2152 Prüfungsfragen.
Bei den Navigationsaufgaben müssen anhand der
Flugkarten und vorgegebener Parameter
Flugvorbereitungen durchgeführt und berechnet
werden. (50 Fragen Navigation sowie 36 Technik
Weight and Balance Aufgaben, welche einen höheren
Zeitaufwand bedeuten. 2 der Navigationsaufgaben
haben wir bereits im Unterricht mit Gerd bearbeitet)
Ansonsten blieben weitere 2070 Multipli-Choise
Fragen, wovon 268 Fragen beantwortet werden müssen.
Wenn man die Fragen zum
ersten Mal ließt und verstehen soll... Um dann die
richtige Antwort auszuwählen, benötigt man pro Frage
ca 1 Minute. Also ca 2070 Minuten ( 34,5 Stunden ) +
die Aufgaben in Navigation und Technik bedeutete ein
Aufwand von ca 40 Stunden um einmal alle Fragen zu
bearbeiten.
- Somit waren jetzt auch die
verbleibenden Abende der Woche verplant.
2-3 komplette Durchläufe
wollte ich schaffen, bevor ich in den Prüfungsmodus
wechseln wollte. Da ich leider kein fotografisches
Gedächtnis habe, muss ich mir alles tapfer
erarbeiten. Die Zeit zur Beantwortung der Fragen
reduzierte sich bereits im ersten Durchgang, da
viele Fragen und Antworten noch aus den Unterrichten
präsent waren.
In den nächsten 5 Wochen
arbeitete ich alle Prüfungsfächer 2 Mal komplett und
4 Mal im Prüfungsmodus durch. Hier ergaben sich noch
die eine oder andere Aufgabe in Technik und
Navigation, welche sich mir noch nicht zu 100 %
erschlossen hatten. Ich hätte "mit Mut zu Lücke"
sowie "das auswendig lernen" meiner "Problemfragen"
die Prüfung wohl auch bestanden, jedoch wollte ich
diese Dinge lieber verstehen.
Ich rief Gerd an und bat Ihn
um ein paar "Nachhilfestunden" für Montag den 18.02.
bei einem gemütlichen Frühstück(3 Tage vor der
Prüfung)
Hier noch einmal "Danke Gerd"
dass dieses geklappt hat.
Dienstag und Mittwoch vor der
Prüfung habe ich die Fragen im Prüfungsmodus noch 8
Mal durchgearbeitet und hätte die letzten 6 Male
auch bestanden.
- Ich war fit?
Die Prüfung war dann
"schmerzfreier" als vorher befürchtet. Die ganze
Arbeit.. hat sich gelohnt.
6 Zeitstunden hätte man für
alle Prüfungsbereiche Zeit.
Ich war nach 1 Std 20 fertig,
da mit meiner intensiven Vorbereitung auch keine
Überraschungen mehr auftreten konnten. Der
Prüfungsleitende wunderte sich nur darüber, dass ich
das Fach Navigation (Fragen und Aufgaben) in 20
Minuten erledigt hatte, wo Manchen die angesetzten
90 Minuten nicht ausreichten.
- Ich hatte keine der
"Kartenaufgaben" sondern "nur" eine der 2 "ELEV" -
Rechenaufgaben erhalten und die Antworten waren
einfach noch im Kurzzeitspeicher 
Mit 93,5 % bin ich zufrieden
mit meinem Ergebnis - G E I L - Bestanden ´
Ab jetzt nur noch fliegen,
fliegen, fliegen - "bis der Arzt kommt" - oder die
praktische Prüfung 
- Dazu beim nächten Mal mehr. |
|
Verfasst am: 23.03.2008, 23:43
Titel: (4) PPL Theorie, die Prüfung und "Erste
HILFE" |
 |
|
|
|
Ein
weiterer "Meilenstein" ist geschafft. Die Theorie in
knapp 3 Monaten (Herbst und Winterferien abgezogen)
ist gut neben dem Job (und ich arbeite gern und mehr
als 40 Std die Woche) zu schaffen. Es macht auch
absolut Sinn, die Theorie in einem zusammenhängenden
Zeitraum zu erarbeiten. Nur ein klein wenig die
"Backen" zusammenkneifen und dann ist die Prüfung
auch in einem Abwasch gut zu schaffen.
Kurz: Der Unterricht, die
gesamte Theorie ist eine persönliche Bereicherung .
Mit Spaß und in einer absolut
entspannten und lockeren Atmosphäre - neue Dinge zu
erfahren und zu lernen - von Mentoren / klasse
"menschlichen Lehrern" die das fliegen lieben und
mit Ihrer Begeisterung und Arrangement Ihr Wissen
weitergeben, ergeben sich für das eigene Leben neue
Erkenntnisse, Perspektiven und Sichtweisen.
Danke für die hervorragende
Unterstützung und Vorbereitung auf die theoretische
Prüfung an:
Gerd Christiansen Technik und
Navigation
Christian Waschke Technik und
Navigation
Walter Brix Meteorologie
Michael Holleck Luftrecht
xxx Menschliches
Leistungsvermögen
Frank Manthey BZF
Das Wetter war ja im Januar
und Februar recht bescheiden, sodass bis Mitte März
nicht wirklich ans fliegen zu denken war.
Ich also kurzentschlossen am
15.03.2008 zum Roten-Kreuz um den notwendigen "Erste
Hilfeschein" zu machen... (dieser darf, auch wenn er
schon 2 Mal gemacht wurde, nicht älter als 2 Jahre
sein). Den ganzen Tag an einer männlichen Gummipuppe
"rummachen" und meine Lippen auf seine zu pressen
ist
nicht wirklich klasse, jedoch war diese
"Auffrischung" absolut gut und wichtig. Man vergisst
doch eine Menge seit dem letzten Mal. (...äh.. also
nicht unbedingt das küssen... 
Sonntag, den 16.03.2008 ging
es dann auch richtig mit dem fliegen los - bis zum
ersten "SOLO" am 23.03.2008
Dazu beim Nächsten Mal mehr.
Gruß Rainer ( RainAir) |
|
Verfasst am: 04.04.2008, 20:59
Titel: (5) Die erste Tour und die ersten Solo's |
 |
|
|
|
Nun war
es soweit...
Sonntag den 16.03.2008 ging
es mit Hans Riedel in der "neuen" C172 D-EHSS von
Hartenholm nach Rendsburg. Der erste Flug seit Ende
Dezember 2007. Es war erstaunlich für mich zu
erkennen, wie ich selbstverständilich die
Vorflugkontrolle durchführte und nach dem Start wie
selbstverständlich auf Kurs 320 ging um nach
Rendsburg zu fliegen. Kurz: Hans und ich machten
einige Platzrunden in Rendsburg - und so wirklich
schlecht war ich nach fast 3 Monaten Pause auch
nicht zumindest
gab mir Hans dieses Gefühl 
Auf dem Rückweg wollte Hans
mir demonstrieren, wie er "ein Gefühl" für eine
"neue" Maschine entwickelt. Hans übernahm und fing
an, die D-SS von links nach rechts aufzuschaukeln.
Mein Magen (aufgrund der Turbulenzen schon leicht
gereizt) kündigt sehr plötzlich seine Stabilität
Von
da ging es auch super schnell: Ich: "Äh... Hans ich
brauche eine Tüte" - danach habe ich meine Zähne
tapfer zusammen gebissen .... 2 Sek später hielt ich
eine knallgelbe HLX-Tüte in der Hand, die ich auch
prompt zur Hälfte füllte 
Danach ging es mir wieder
besser und ich konnte weiter fliegen... 
Nach der Landung in
Hartenholm hielt ich nun diese Signalgelbe
Papiertüte (Doggy-Bag) in meiner Hand und wußte...
Du mußt jetzt am Fliegercafe vorbei - voll von den
"alten" Hasen der Fliegerei. Nein... das geht doch
gar nicht! (Beim Fliegercafe erzähle ich gern, wo
ich diese Tüte hab verschwinden lassen und
zukünftig werde ich ein paar leere MC-Donald Tüten
mit zum fliegen nehmen 
Montag, der 17.03.2008 und
Gerd war aus dem Urlaub zurück. Ich habe kurzerhand
Gerd für die Gesamte Woche eingeplant. Am Montag
ging es auf eine Schleswig-Holstein Tour über
Rendsburg (Landung zum Volltanken), St.Mechaelisdonn
mit einer Schlechtwetterpause von 1 Stunde (zum
Mittag essen) und dann weiter die Westküste Richtung
Norden, Büsum, Eidersperrwerk, St.Peter Ording,
Husum, Flensburg (inkl low approach) zurück über
Rendsburg nach Hartenholm. Starts und Landungen
haben wir aufgrund von gemeinen Windböen sowie
ungünstig auf die Bahn stehenden Wind vermieden. Ein
reiner Navigationsflug (GPS, ADF und VOR).
Am Dienstag den 18.03.2008
hatten die Boen nachgelassen und Richtung Osten
sollte es wettertechnisch am besten sein. Wir haben
also an dem Dienstag den 18.03.2008 eine schöne
Mecklemburg Vorpommern Tour gemacht. Mit einem
Fotoapparat (mit Video Funktion) ausgerüstet ging es
von Hartenholm über Lübeck, Wismar, Rostock nach
Barth - Strahlsund (erste Zwischenlandung) Diesen
Platz zu finden - war gar nicht so einfach... aus
DDR-Zeiten getarnt und hinter einer Baumreihe
versteckt ... und doch gefunden.
Von Barth - Strahlsund ging
es nach einer Pause über Strahlsund über die Insel
Rügen bis nach Binz. Links ab und dem 5 KM -
"Erholungsbau" (Kraft durch Freude) Richting
Sassnitz gefolgt. Hinter Sassnitz sahen wir den
berühmten Kreidefelsen.
Kurs Süd-West Richtung
Schwerin Parchin, wo wir die 2. Zwischenlandung und
Pause einlegten.
Auf der letzten Etape von
Schwerin zurück über Ratzeburg nach Hartenholm haben
wir noch ein wenig Navigations - Übungen gemacht.
Den ganzen Tag hatten wir
eine tolle Fernsicht (tolle Video und Fotoaufnahmen
sind entstanden)
Mittwoch, Donnerstag und
Freitag ließ der Wind stetig nach und ich konnte
intensiv Starts und Landungen in Hartenholm,
Rendsburg und Bremerhaven üben. Es kribbelte und ich
fühlte mich immer sicherer. Meine Flüge kann ich
bereits genniessen und während des Fluges mir auch
die Umgebung entspannt anschauen.
Ostersamstag... nach 95
Starts (Bei mir war immer Wind mit Boen) und
Landungen fühlte ich mich fit. Neben Gerd war auch
Hans am Platz und ich hoffte insgeheim, dass es
heute passieren soll. (?Mein Solo?)
Gerd und ich flogen nach
Rendsburg, wo ich weitere Start und Landeübungen
durchführte.
Es ging zurück nach
Hartenholm... und
dort war Hans ... machen wir den Check-Flug? 
Der Teufel ist ein
Eichhörnchen! Es begann zu dämmern und Hans ist mit
seinem "Flugschüler" verspätet heraus gekommen und
somit noch nicht wieder zurück am Platz. Da platzte
mein Traum noch heute mein Solo fliegen zu können.

Wann wird es passieren?
Ostersonntag war Family ab 12:00 angesagt.
Dirk hatte die "perfekte
Schulzeit" von 15:00 - 18:00 reserviert 
Ostersonntag: Ich wache auf:
SCHEISSE !
Die Sonne scheint, Windstille
und perfektes Flugwetter und Familytreffen.
Es kribbelte und ich wurde
nervös.
1. Dirk anrufen: "ob er
vielleicht etwas früher anfangen könnte und ich
vielleicht hinten daran...
Dirk und Gerd sind
telefonisch nicht zu erreichen 
Ich sitze also mit der ganzen
Familie beim Griechen in Hamburg Rahlstedt. Meine
Familie war mir so ziemlich egal und ich schaute nur
aus dem Fenster und zählte die Schäfchenwolken am
Himmel. 
Mein Handy klingelt um
13:15... und Gerd sagte mir, das er und Dirk bereits
am Platz sind um den Unterricht von Dirk
vorzuziehen. - Ob ich nicht auch Lust hätte heute
nochmals zum fliegen zu kommen...
13:16 und 12 Sekunden hatte
ich mich von meiner Familie verabschiedet gehabt und
war bereits auf dem Weg nach Hartenholm 
Sonntag der 23.03.2008 14:30
in Hartenholm
Dirk und Gerd waren mit der
D-EHSS unterwegs. Hans (als Checker) war nicht da...
Egal, hauptsache fliegen,
dann kommt das Solo eben nächste Woche.
Dirk und Gerd kamen vom
ersten Turn zurück. Wechsel und ich machte meine 10
Platzrunden mit Gerd.
Jetzt war Dirk wieder dran
und ich machte Pause. Ich schaute ins Cafe ... kein
Hans weit und breit 
Dirk und Gerd landen... kein
Hans da - egal, dann gehe ich eben wieder mit Gerd
raus...
Gerd: "Mach schon einmal die
Vorkontrolle, ich muß mal eben aufs Klo."
Ich führte den Aussencheck
durch und wartete vor der Maschine. Jetzt kam Nico
zur Maschine (der machte heute die Flugaufsicht) und
er wollte mir bestimmt noch ein paar Tips geben, da
er meine letzten Landungen beobachtet hatte.
Nico: "So, wir sollen jetzt
mal eine Runde fliegen"
(Nico ist auch Fluglehrer in
Hartenholm)
Ich glaube, mein Grinsen war
doppelt so breit, wie mein Gesicht...
Nico: "Tu einfach so, als
wenn ich gar nicht da wäre..."
Funk, Rollen, Taxi,
Vorstartkontrolle, Start Platzrunde 1, 2, 3 und Nico
war zufrieden mit dem, was ich da mit Ihm und der
Cessna anstellte 
Nach den 3 Runden sollte ich
seitlich zum Turm rollen. So, "die nächsten 3 Runden
machst Du allein. - Beachte, das die Maschine jetzt
leichter ist und schneller steigt. Ebenso wird Sie
auch etwas länger ausschweben..."
Der Rollweg vom Turm bis zur
Line war sehr kurz.
Last Check (ich hätte auch
nicht über diese Situation so wirklich nachdenken
dürfen) und habe Step bei Step die Clear-List
abgearbeitet.
Ich war so in der Routine,
das ich nicht wirklich darüber nachdachte, ob ich
jetzt Vollgas geben soll oder nicht. - Es stellte
sich diese Frage überhaupt nicht!
Ich handelte und flog sicher
meine ersten 3 Solorunden mit Touch and Go bis zur
3. Landung zum Full-Stop.
Das Gefühl war besser als der
erste S.. 
Am folgenden Wochenende 29.
und 30.03. folgten Airwork, Platzrunden in Büsum und
weitere Solo - Platzrunden in Hartenholm.
Zum Sonntag Abend beruhigte
sich der Wind und ich durfte auf mein erstes
Überland - Solo (Navigationsflug) Dazu beim Nächsten
Mal mehr.
Zuletzt bearbeitet von
Rainer ( RainAir)
am 24.04.2008, 15:57, insgesamt einmal bearbeitet |
|
Verfasst am: 21.04.2008, 11:40
Titel: (6) Solos Solos Solos |
 |
|
|
|
Die
ersten Soloplatzrunden sind geflogen und die D-EHSS
jeweils sicher gelandet.
Jetzt hieß es, weitere Solo
Platzrunden und den ersten Überland Alleinflug am
30.04.08 ohne Zwischenlandung.
Ich wählte mir für dieses
Solo die mir bekannte Strecke Hartenholm - Rendsburg
- Hartenholm mit einer Flugzeit von ca 40 Minuten.
Zum ersten Mal, aus der
Platzrunde heraus in die Ferne.
Kein Fluglehrer dabei (...
),
nur die Maschine, der Horizont und ich.
(OK vom Horizont war nicht
all zu viel zu sehen, da es nördlich des Nord-Ostsee
Kanals regnete)
Alles lag in meiner
Verantwortung: Geschwindigkeit, Höhe, Kurs,
Funkverkehr sowie die Beobachtung des Flugfeldes.
Über Funk bekam ich die "Hilferufe" an Bremen der
anderen Piloten mit, welche sich nördlich des Kanals
in 600 ft im Regen befanden und den Weg aus dieser
Suppe heraus suchten.
2000 ft und 8 km Sicht, die
Ostsee konnte ich zeitweise erkennen und ich
erreichte nach weniger als 20 Minuten den N-O Kanal
Höhe dem Flugplatz Rendsburg Schachtholm.
Rechtskurve Richtung Osten
bis zur Autobahn A7 und dieser zurück bis Neumünster
folgen.
Kurz hinter Neumünster
verabschiedete ich mich noch von "Bremen" und ging
in den Anflug auf Hartenholm. Auch hier legte ich
eine "saubere Landung" hin.
Geplant hatte ich, die auf
der Rücksitzbank befestige Kamera zum Start sowie
zur Landung laufen zu lassen:
leider
stand in der Checkliste nicht: Vor dem Start :
Kamera einschalten 
Ich war zu 100 % mit der
Klarliste und den einzelnen Punkten beschäftig,
sodass meine Konzentration auf diesem Flug lag und
keinen Platz für "abschweifende" Gedanken wie:
Filmen zugelassen hatte.
In erster Linie soll ich auch
fliegen, und mich nicht mit filmen ablenken! Auf
meinen weiteren Solos hat es aber geklappt. Die
Kamera ist stabil montiert und darf mich nicht
ablenken! (somit sind alle Aufnahmen (die Qualität)
reine Glückssache gewesen)
Filme / Bilder zu meinen
Trips auf
www.rainair.eu
6.04.2008 folgte mein 2. Solo
Überlandflug von Hartenholm in Richtung Nordseeküste
nach Husum und von dort weiter nach Flensburg. In
Flensburg folgte meine erste Solo
Fremdflugplatzlandung (ich kannte den Platz vom Low
Approach am 17.03.2008)
Diesmal war es anders. Ich
sollte landen und am Flugplatz befanden sich
Segelflieger. Da ich diese nicht sehen konnte, bat
ich um die jeweilige Position der Segelflieger
(meine
erste Solo Fremdplatzlandung sollte mir keine
Überraschungen bringen) es
kam leider keine Antwort 
OK durch klare und langsame
Positionsmeldungen meinerseits ging ich davon aus,
das ich gehört werde und
mir keiner von denen vor den Propeller fliegen
sollte.
Es klappte perfekt, die
Segelflieger hielten sich fern und ich konnte in
Flensburg landen um dort ein Käffchen zu trinken und
ein Stück Pfirsich -Sahnetorte zu essen.
Zurück nach Hartenholm wurde
die Sicht etwas schlechter und ich wich den
Regenwolken in einem permanenten Slalomflug aus und
hatte mich jeweils neu zu orientieren. Kein Problem
- und ich kam auch bis auf 6 Miles vor den Platz
Hartenholm. Hier stand eine fette Wolke, durch die
ich aber noch den Platz erkennen konnte. Ich wich
also nur leicht Richtung Osten aus um direkt in den
Rechten Queranflug zur 23 zu gehen.
Bang : Ich konnte auf einen
Schlag nichts mehr sehen. In der Kabine wurde es
eiskalt und der Schnee baute eine weiße Wand vor mir
auf.
1. Vergaservorwärmung
gezogen.
2. Blick auf die Instrumenten
und unter Beibehaltung der Höhe und Geschwindigkeit
bin ich eine 180° Kurve geflogen. Einen kleinen
Augenblick später (gefühlte 2 Stunden) war ich
wieder raus.
Kurze Orientierung - Kurs
Westen bin ich eine weite Kurve um diese kleine
bösartige Wolke herum zum Rechten Gegenanflug auf
die 23 geflogen.
Der Platz war frei und ich
konnte "sauber" landen.
Das war für mich eine
positive Erfahrung (und noch mehr Respekt vor den
Wolken), da ich die Wolken jetzt noch besser
bewerten kann und jetzt auch weiß, was mich
erwartet.
12.04.2008 meine erste Solo
Ziellandung (Notlandung) aus 2000 ft über der
Schwelle.
Easy Going, wer dieses mit
Gerd geübt hat und sich an den Ablauf hält, hat so
wie ich bei meinem Versuch auch keine Probleme
-Punktlandung.
Danach ging es noch Solo nach
Rotenburg Wümme (kannte ich noch gar nicht - Gerd
smilte nur, als er den Google - Map Print (für meine
Orientierung)in meiner Hand entdeckte... so etwas
hatte noch nie einer gemacht...)
Westlich an der Kontrollzone
Hamburg vorbei Richtung SW und nach der Landung,
einem Kaffee und einem leckeren warmen Käsekuchen,
zurück nach Hartenholm.
In Rotenburg standen
insgesamt 6 Yak 50 und 52 (eine davon war vor mir in
Hartenholm gestartet und parkte bereits mit kaltem
Motor auf dem Platz)
13.03.2008 ging es an die
"Gesellenprüfung", dem 3 Eck Navigationsflug.
Flugvorbereitung und die Durchführung eines
mindestens 270 km langen Turns mit 2 Landungen.
Ich plante meine Tour von
Hartenholm nach Schwerin Parchim (Landung) weiter
nach Kiel - Holtenau (Landung) und Zurück nach
Hartenholm.
Dirk hatte nach mir die
D-EHSS gebucht und so konnte ich keine überlangen
Pausen auf meiner Tour einplanen.
Schwerin P mit der
Kontrollzone war kein Problem, da ich diesen Platz
bereits vom 18.03.2008 (MP-Tour) kannte.
Von dort nach Kiel über
Schwerin, Travemünde, Sierksdorf und Malente Anflug
über die Kieler Bucht auf den Platz. Das war ein
wenig komisch das Gefühl, hier eine ansteigende
Piste anzufliegen 
Ein Kaffee und einen
Müsliriegel später ging es dann auch schon wieder
zurück nach Hartenholm, wo ich die Maschine fast
pünktlich landete 
Als nächstes ist geplant die
Kontrollzone Hamburg (mit Ihren Pflichtmeldepunkten)
abzufliegen (inkl Landung, da ich ggf in Hamburg
meinen Prüfer abholen könnte.
Am 1. und 2. Mai machen Dirk
(Flugschüler) , Gerd und ich eine Dänemark -
Schweden Tour (Himmelfahrt mal anders)
So long
Rainer ( RainAir) |
|
Verfasst am: 20.05.2008, 21:20
Titel: (7) Prüfung und bestanden |
 |
|
|
|
Aus der
Dänemark - Schwedentour ist leider nichts geworden.
Über Norddeutschland, Dänemark und Schweden stand
ein richtig fettes Tief. Ich nutze die unfliegbare
Zeit um diese mit meinem PC Flugsimulator zu
überbrücken. 
Funknavigation, Flugplanung;
Weight and Balance, alles dieses sollte sich bis zur
Prüfung gefestigt haben.
Das Wetter wurde besser und
Gerd rief mich an und teilte mir mit, das er eine
"neue" C-172 aus Dänemark erhalten würde ... und ob
ich nicht Lust hätte diese am 8.05.2008 aus
Sonderburg mit abzuholen.
Na klar, ich nahm mir den
Donnerstag frei und wir holten die rot- weisse C-172
L mit dem Kennzeichen: OY-RYB ab.
Da die Maschine bereits fast
abgeflogen war (nur noch 5 Stunden bis zur 50 Std
Prüfung) vereinbarte Gerd auch gleich, das die
Cessna in der darauffolgenden Woche nach Stauning
(DK Westküste) in die Werft gehen sollte. So kam ich
doch noch zu einer Tour nach Dänemark. und
einem Besuch im örtlichen Flugmuseum (coole Tour -
IFR aus Hamburg heraus, da wir in 300 bkn hatten und
ein VFR Flug so nicht möglich war)
Eine "Prüfungs" - Maschine
war vorhanden ... und ich hatte mir zusätzlich für
die nächste Woche Urlaub genommen, inder ich jetzt
auch gern meine Prüfung machen wollte. Der Hamburger
Hafengeburtstag stand vor der Tür und Gerd und Karin
machten mir wenig Hoffnung, hier noch kurzfristig
einen Prüfer durch die Behörde zugeteilt zu
bekommen. 
Egal, ersteinmal konnte ich
jetzt meine restlichen Pflichtstunden abfliegen um
die Prüfungsvorrausetzung zu erfüllen.
Samstag den 10.05.2008, nach
meinen Flugstunden kam ich nach Hause und fand in
meinem Briefkasten die Zuteilung meines Prüfers
Absolut
überrraschend, das Frau Hardt trotz des
Hafengeburtstages dieses organisieren konnte -
klasse und Danke schön.
Den Termin stimmte ich mit
meinen Prüfer auf Donnerstag den 15.05.2008 ab.
(Dienstag nach Dänemark / Stauning - Mittwoch
Vorbereitung und am Donnerstag dann die Prüfung) -
Perfekte Woche 
Der Wochenplan stand und
genug Zeit für meine Vorbereitung war auch vorhanden
- eigentlich alles perfekt, wenn dann nicht diese
Anspannung und diese lange Zeit - noch 96 Stunde
wäre 
Das streßt ... und die
Nervösität stieg stündlich - eigentlich bin ich
soweit ... aber da ich Zeit hatte darüber
nachzudenken, habe ich mich auch so richtig schön
selbst "verrückt" gemacht 
Nach der letzten schlaflosen
Nacht fuhr ich am 15.05.2008 angespannt zum
Flugplatz Hartenholm um mit der C-172 nach Uetersen
zu fliegen um meinen Prüfer abzuholen. Auf dem Weg
nach Hartenholm, konzentrierte ich mich weniger auf
den Strassenverkehr und so passierte es, das ich im
Überholverbot an einen LKW vorbei fuhr. Dieses wurde
prompt von einer Motorrad Polizeistreife beobachtet.
Der freundliche Polizist nahm dieses auch gleich zu
Anlaß mich anzuhalten um mit mir ein kleines
Gespräch zu führen...  
Ich zeigte mich einsichtig
und verständnisvoll um bloss eine längere
Verzögerung zu vermeiden 
65 Euro und mein erster Punkt
in Flensburg - Na herzlichen Dank, der Tag fängt ja
schon gut an 
Der Mund war trocken und ich
drehte (mir zwischen den Beinen eingeklemmt) eine
Kunststoff Selterflasche auf. Ich unterschätze den
Druck der Kohlensäure innerhalb der Flasche und
erhielt dann auch prompt meine Selter-Dusche 
War es das jetzt oder sollte
ich gleich wieder nach Hause fahren? Schlimmer kann
es doch nicht mehr kommen - oder?
Der Tag wurde dann aber doch
durch das bestehen meiner Prüfung gerettet. Nach dem
Einweisungsgespräch mit meinem Prüfer in Uetersen
war ich mir da aber noch nicht so sicher Das
volle Programm sollte ich absolvieren. Der
Dreiecksflug gem meiner Flugplanung - von Uetersen
auf dem LBE Radial 358 Grad nach Itzehoe. Auf dem
Weg dorthin diverse Airworkübungen aus dem
Prüfungskatalog erfüllen. In Itzehoe eine
Ziellandung und eine weitere Landung. Von Itzehoe
ging es dann östlich nach Wahlstedt (bei Segeberg)
und wieder Airwork gem Prüfungsplan. Den Platz in
Wahlstedt zu finden war eine echte Herausforderung,
jedoch unterstütze mich mein Prüfer hier dieses auch
zu schaffen. Notlandeübung und bei 50 ft
durchstarten um dann Richtung Hartenholm schon
einmal den Hamburger Funk einzudrehen. Geht es jetzt
nach 1:15 Flugzeit und wir hatten den kompletten
Prüfungskatalog durch ...noch einmal in die
Kontrollzone Hamburg?
Innerlich war ich fix und
fertig... aber gut ... bisher ist es ganz gut
gelaufen. Doch dann dann kamen die erlösenden Worte:
Naja... wir sind ja schon eine Weile unterwegs - ich
denke, wir lassen die Kontrollzone aus ... D A N K E
!!!  
Jetzt noch die Maschine
"sauber" nördlich an der Kontrollzone vorbei nach
Uetersen bringen um dann abschließend eine Landung
ohne Klappen in Uetersen durchzufüren.
Landung - Flugnachbereitung
sowie das Abschlußgespräch führen. Karin und Gerd
waren völlig verwirrt über meinen "Zustand" : "So
still haben wir Dich ja noch nie erlebt" 
Ich war einfach fix und
fertig - aber innerlich total glücklich.
Neben meinem Job in einer
doch recht überschaubaren Zeit habe ich meinen PPL
(A) gemacht und darf jetzt ein Flugzeug
verantwortlich steuern / fliegen.
- G E I L -
Ein Flight Log führe ich
unter
www.rainair.eu und ich bedanke mich bei Allen,
die mich auf die Prüfungen vorbereitet, und mich
durch meine Ausbildung begleitet haben.
Mit Spaß und Fun - Jedoch mit
der notwendigen Disziplin sowie Ernsthaftigkeit hat
wirklich jeder die Chance dieses Ziel zu erreichen.
Es ist einfach ein geiles
Gefühl dieses Ziel erreicht zu haben (Pilot in
Command und
hoffe hiermit auch eine Motivation für die Nächsten
Flugschüler zur PPL (A) Ausbildung vermittelt zu
haben.
Gruß
Rainer ( RainAir) |
|
|